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đŸ—ïž Unfallklassifikation im Bau‑ und Arbeitsschutz


Die Begriffe HiPo, NM, FAC, MTC, FAT, RWC, LTI bilden die Grundlage einer systematischen Unfallklassifikation bzw. Unfallstatistik. Sie ermöglichen die Einordnung von UnfĂ€llen nach Schwere, Art und Folgen und bilden die Basis fĂŒr PrĂ€vention, Berichtswesen und gesetzliche ErfĂŒllung.



Status: published Erstellt: 18. February 2026 Kategorie: Statistik & Datenanalyse Tags: Bauarbeitsschutz


📋 AbkĂŒrzungen – Tabelle

AbkĂŒrzungDeutsche BezeichnungKurzbeschreibung
HiPoHigh‑Potential‑IncidentVorfall mit hohem Potenzial fĂŒr schwere Folgen (z. B. Kollision mit schweren Maschinen)
NMNear‑Miss IncidentBeinahe‑Unfall, bei dem keine Verletzung, aber ein kritischer Fehler aufgetreten ist
FACFirst‑Aid CaseErst‑Hilfe‑Fall (leichte Verletzung, sofortige Hilfe nötig)
MTCMedical‑Treatment CaseFall, der Ă€rztliche Behandlung erfordert (z. B. Sprunggelenk‑Verletzung)
FATFatalityTodesfall
RWCRestricted‑Work CaseFall, bei dem die betroffene Person vorĂŒbergehend nicht arbeiten kann (z. B. leichte Verletzung)
LTILost‑Time IncidentUnfall, bei dem Arbeitszeit verloren geht (z. B. mehrere Tage Ausfall)

🔧 Praxis

In der Praxis wird die Unfallklassifikation genutzt, um:

  • UnfĂ€lle systematisch zu dokumentieren und zu analysieren.
  • Trends zu erkennen (z. B. hĂ€ufige HiPo‑VorfĂ€lle in bestimmten Baustellenphasen).
  • PrĂ€ventionsmaßnahmen gezielt zu planen und umzusetzen.
  • Rechtliche Berichtspflichten zu erfĂŒllen (z. B. Meldung von LTI, FAT).

📚 Typische Bezeichnungen

BegriffBedeutungBeispiel
UnfallkategorienKlassische Unterteilung nach SchweregradLTI, RWC, MTC, FAT
UnfallschweregradBewertung der Schwere (leicht, mittel, schwer)LTI = schwer
UnfallstatistikGesamterfassung aller UnfĂ€lle inkl. KategorienStatistisches Bundesamt – Bau‑ und Verkehrsstatistik
UnfallklassifikationSystematisches Klassieren von UnfĂ€llenDIN 5007‑1 (ArbeitsstĂ€tten)
UnfallstatistikDatenbank/Report, in dem die Kategorien zusammengefasst sindBfR‑Bericht zu BauunfĂ€llen

⚖ Rechtliches

Die Unfallklassifikation ist nicht nur ein internes Instrument, sondern auch gesetzlich gefordert:

  • ArbSchG § 5, § 12 – Meldepflicht bei ArbeitsunfĂ€llen, insbesondere LTI, FAT und RWC.
  • DGUV Vorschrift 1 – GrundsĂ€tze der VerhĂŒtung von ArbeitsunfĂ€llen und Berufskrankheiten.
  • DIN 5007‑1 – ArbeitsstĂ€tten – Anforderungen an die Gestaltung von ArbeitsstĂ€tten.
  • Statistisches Bundesamt – Erhebung von Bau‑ und Verkehrsstatistiken, inklusive Unfallstatistiken.

Durch die konsequente Erfassung und Auswertung der Unfallkategorien können Unternehmen nicht nur gesetzliche Vorgaben erfĂŒllen, sondern auch ihre Sicherheitskultur nachhaltig verbessern.

FĂŒr vertiefende Informationen und aktuelle Gesetzestexte empfiehlt sich die Nutzung folgender Internet‑Ressourcen:

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